Der F55 ist der fünftürige MINI der dritten Generation, für Puristen ein Widerspruch in sich und für die Verkaufszahlen ein Erfolg. Gegenüber dem Dreitürer F56 wuchs der Radstand um gut sieben Zentimeter, die Länge um etwa sechzehn, und der Kofferraum von 211 auf 278 Liter.
Technisch sind die beiden identisch: UKL-Plattform, quer eingebaute Drei- und Vierzylinder, gebaut in Oxford. Auch vorn ist der F55 ein F56 — Frontpartie, Motorhaube, Kotflügel und Scheinwerfer sind gemeinsame Teile, und bei einem Frontschaden lässt sich aus beiden Beständen schöpfen.
Ab der A-Säule trennen sie sich vollständig. Türen, Seitenwände und Dachlinie sind fünftürerspezifisch, und wegen des längeren Radstands passt kein einziges Türblech vom Dreitürer.
2018 kam das Facelift mit den Union-Jack-Rückleuchten; davor waren sie konventionell gezeichnet, und tauschen lassen sie sich nicht. Das ist bei allen MINI dieser Jahre der häufigste Fehlkauf, weil die Autos sonst gleich aussehen. Türen und Scheinwerfer sind entsprechend das, was wir von dieser Baureihe am meisten auf dem Regal haben.