Der F20 ist der 1er, den man heute vermisst: Längsmotor, Hinterradantrieb, Kompaktklasse. Diese Kombination hat außer BMW nie jemand gebaut, und seit dem F40 baut BMW sie auch nicht mehr. Bezahlt wurde sie mit engem Fond und einem Kofferraum, dem die Hinterachse im Weg steht. Der M140i — Reihensechszylinder in einem Fünftürer — ist inzwischen ein Sammlerthema.
Wer einen zerlegten F20 sieht, sieht meistens einen N47. Bei diesem Dieselmotor sitzt die Steuerkette hinten am Motor, zum Getriebe hin: Zum Wechseln muss der Antriebsstrang heraus. Bei einem zehn Jahre alten Auto übersteigt die Rechnung regelmäßig den Restwert — und genau das ist der Grund, warum es von dieser Baureihe so viele gute Gebrauchtteile gibt. Die Karosserie fehlt selten, der Motor hat aufgegeben. Entsprechend liegen bei uns vor allem Türverkleidungen, Kondensatoren und Kleinteile.
Das Facelift 2015 war kein gewöhnliches LCI. BMW zeichnete die komplette Frontpartie neu, weil die Vorfacelift-Front der meistkritisierte Teil des Autos war. Scheinwerfer, Motorhaube, Kotflügel und Stoßstange wurden gemeinsam geändert und gehören zusammen: Ein Nachfacelift-Scheinwerfer im Vorfacelift-Kotflügel ergibt keine Passung, sondern eine Lücke.
Gegenüber dem Dreitürer F21 sind Front und Kotflügel gleich, Türen und Seitenwände nicht. Der M135i und M140i bringen eigene Stoßstangen und Endrohre mit — beim übrigen Blech sind sie normale F20.